Die Inlineskater des Post SV Buer waren an den letzten Wochenenden bei den Großtouren in NRW und am Rhein unterwegs.

Dass das Inlineskaten noch immer ein beliebter Sport ist, sieht man auf den Landstraßen und Erzbahntrassen der Umgebung. Eine geführte Tour auf abgesicherten Straßen, auf denen man sich keine Gedanken um den Verkehr machen muss ist daher ein Highlight. In Gesellschaft von vielen anderen Skatebegeisterten lockten daher an den letzten beiden Wochenenden zwei Veranstaltungen auch die InlineSpeedSkater des Post SV Buer auf die Straßen.

Los ging es am vorletzten Wochenende, als sich rund 300 Skatebegeisterte auf die siebte NRW-Inlinetour machten. 235km durch das Bundesland galt es an 3 Tagen zu absolvieren. Dabei lag der Fokus weniger auf der Geschwindigkeit als auf dem gemeinsamen Erlebnis. Gestartet wurde traditionell an der Messe Düsseldorf. Von der Landeshauptstadt rollten die Teilnehmer am Freitag, den 19. August, zunächst zur Mittagspause nach Willich. Dabei wurden sie von Polizeiwagen und –motorrädern sowie freiwilligen Ordnern auf Inlineskates (darunter auch sieben Sportler des Post SV Buer) angeführt. Den Abschluss des Teilnehmerfeldes machten mehrere Besenwagen, um langsameren Sportlern während der Tour eine Pause zu ermöglichen. Nach der Mittagspause ging es dann bei schönstem Sonnenschein zum Tagesziel – dem Badezentrum Bockum in Krefeld. Nach 75 km genossen die meisten die warme Dusche, bevor es für die Teilnehmer ins Sportquartier, eine Turnhalle mit rund 100 Luftmatratzen, oder ins Hotel ging.

Pünktlich um 9:30 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück starteten die Tourteilnehmer und einige weitere Tagesteilnehmer zur zweiten Etappe. Diesmal ging es nach der zum Teil etwas kurzen Nacht zunächst 39 km durch Felder und Dörfer zum Mittagsziel in Rheinberg. Dank der Polizisten, die die Strecke vor dem Verkehr absicherten, konnte die Strecke über den Rheindamm so abgesperrt werden, dass alle Teilnehmer mit ihrer Wunschgeschwindigkeit diesen wunderschönen Teilabschnitt der Tour absolvieren konnten. Nach Ankunft im Erlebnisbad Atlantis in Dorsten waren weitere 85, also insgesamt 160 gerollte Kilometer geschafft. Das Wetter spielte auch an diesem Tag mit und die 11 Post’ler konnten die Tourabschnitte über Teile einer ihrer Trainingsrunden diesmal besonders genießen. Nach der Einfahrt im Schwimmbad genossen viele das gute Wetter und ließen die schweren Knochen im Wasser baumeln.

Am dritten und letzten Tag sollte die Tour dann durch das Ruhrgebiet führen. Kurz nach Tourbeginn zog zum Leidwesen aller ein Unwetter auf. Regenschauer und Wind machte es den Skatern nicht einfach, wurden die Straßen durch den Regen sehr nass und entsprechend rutschig. Kurz vor dem Mittagsziel hörte es dann glücklicherweise auf zu regnen und die Sportler konnten völlig durchgenässt das Etappenziel am CentrO Oberhausen erreichen. Nach der Pause war das Wetter erneut nicht auf Seite der Teilnehmer. Der andauernde Regen zwang so manchen Teilnehmer in die Shuttlebusse. Auch die Skater des Post SV Buer kamen dabei an Ihre Belastungsgrenzen und blieben leider auch nicht ganz sturz- und verletzungsfrei. Ein besonderes Highlight war der letzte Zwischenhalt an der Zeche Zollverein in Essen, bei dessen Erreichen der Musikwagen, der durchgehend vor dem Teilnehmerfeld für die gute Stimmung sorgt, das „Steigerlied“ spielte und alle Ruhrskater begeistert mit einstimmten. Gegen 17:15 erreichten alle nach insgesamt 235 km das Ziel der (leider letzten) NRW-Inlinetour im Grugabad Essen.

 

Am folgenden Wochenende zog es dann hunderte Skater zur Tagestour „Rhine on Skates“. Hier galt es an einem Tag 135 km zu bewältigen. War die NRW-Inlinetour noch für Hobbysportler geeignet, galt es hier die größere Herausforderung zu meistern und fast ausschließlich geübte Skater nahmen diese an.
Gestartet wurde etwas verspätet um 9:20 Uhr in Rüdesheim. Nach 13 km wurde der Rhein mit der Autofähre überquert, um dann die Tour in Richtung Mittagsziel Koblenz zu fahren. Bei zum Teil 36°C Lufttemperatur im Schatten und vor Hitze flimmerndem Asphalt schlugen den Skatern bei der Fahrt am Rheinufer heiße Winde ins Gesicht. Im UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal wurde die Versorgung mit Getränken zum wichtigsten Teil der Tour, um den Kreislauf stabil zu halten. Nach der Mittagspause in Koblenz überquerten die Skater, darunter diesmal gleich 16 Sportler des Post SV Buer, den Rhein, um dann am anderen Ufer auf meist bestem Asphalt, unter Skatern auch „Schwarzes Eis“ genannt, zurück nach Rüdesheim zu skaten. Die große Belastung durch Hitze und der Streckenlänge zwang dabei selbst geübte Inlineskater für den einen oder anderen Streckenabschnitt in die Besenwagen am Ende des Feldes um die letzten Kräfte und den Kreislauf zu schonen. In der Abenddämmerung erreichten die Sportler dann das Ziel in Rüdesheim, wo die gemeisterte Leistung noch lange Zeit gefeiert gemeinsam wurde.

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